Büroreinigung Kosten in Frankfurt – so kalkulieren Sie richtig

Die Frage nach dem Preis steht bei fast jeder Anfrage an erster Stelle – und wird von den meisten Reinigungsfirmen mit „das hängt vom Objekt ab“ beantwortet. Das stimmt, hilft aber niemandem bei der Budgetplanung. Dieser Beitrag liefert deshalb nicht nur Zahlen, sondern die Kalkulation dahinter: Sie können damit jedes Angebot für eine professionelle Büroreinigung selbst nachprüfen, auch unseres.

Reinigungskraft von M&B Prestige Reinigung bei der Unterhaltsreinigung in einem Frankfurter Büro
Der Quadratmeterpreis folgt der Flächenleistung: Wie viele Quadratmeter pro Stunde realistisch sind, hängt vom Zuschnitt des Objekts ab.

Der häufigste Vergleichsfehler: pro Einsatz oder pro Monat?

Wer mehrere Angebote nebeneinanderlegt, stolpert zuerst über diese Unterscheidung. Ein Quadratmeterpreis kann sich auf einen einzelnen Reinigungseinsatz beziehen oder auf den gesamten Monat. Zwischen beiden liegt je nach Intervall der Faktor vier bis zweiundzwanzig.

Ein Beispiel: 1,10 € pro m² und Monat bei wöchentlicher Reinigung bedeutet bei 200 m² genau 220 € monatlich. Dieselbe Zahl als Preis pro Einsatz gelesen ergäbe 953 € im Monat. Zwei Angebote mit identischer Zahl können also völlig unterschiedliche Dinge bedeuten.

Drei Abrechnungsmodelle – und wann welches passt

Quadratmeterpreis

Das verbreitetste Modell in der Unterhaltsreinigung. Sie zahlen einen festen Betrag je Quadratmeter, unabhängig davon, wie lange das Team tatsächlich braucht. Das Kalkulationsrisiko liegt beim Dienstleister, Ihre Kosten sind planbar. Voraussetzung ist ein klar abgegrenztes Leistungsverzeichnis, sonst entsteht Streit darüber, was im Preis enthalten war.

Stundenverrechnungssatz

Abgerechnet wird die tatsächlich geleistete Zeit. Sinnvoll bei schwer kalkulierbaren Aufträgen, Sonderreinigungen oder stark schwankendem Bedarf. Nachteil: Die Monatskosten stehen vorher nicht fest, und Sie tragen das Risiko, wenn ein Einsatz länger dauert.

Objektpauschale

Ein fester Monatsbetrag für ein definiertes Leistungspaket. Maximale Planbarkeit, gut geeignet für gleichbleibende Objekte. Achten Sie hier besonders genau darauf, welche Leistungen ausdrücklich nicht enthalten sind und wie Sondereinsätze berechnet werden.

Büroreinigung Kosten: marktübliche Preise im Überblick

Die Kosten pro Quadratmeter variieren je nach Objekt erheblich. Die folgende Tabelle zeigt marktübliche Richtwerte für Deutschland; regionale Abweichungen von etwa 20 Prozent nach oben oder unten sind üblich. Ballungsräume wie Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet liegen wegen höherer Lohn- und Fahrtkosten tendenziell im oberen Bereich der Spannen.

Richtwerte für die Unterhaltsreinigung von Büroflächen, netto
Reinigungsintervall Preis je Einsatz Gesamtkosten pro Monat
5× pro Woche 0,80 – 1,50 €/m² höchste Gesamtkosten
2–3× pro Woche 1,20 – 2,20 €/m² meist bester Kompromiss
1× pro Woche 1,50 – 3,00 €/m² niedrigste Gesamtkosten

Auf den ersten Blick wirkt tägliche Reinigung am teuersten – und in der Monatssumme ist sie das auch. Pro Reinigung ist sie jedoch die günstigste Variante, weil die Verschmutzung zwischen den Terminen gering bleibt und jeder Durchgang schneller geht. Seltene Einsätze kehren diesen Effekt um: Mehr Aufwand je Termin treibt den Einzelpreis nach oben.

Eine zweite Größe wirkt ähnlich stark: die Fläche selbst. Kleine Büros unter 100 m² liegen pro Quadratmeter fast immer über den Richtwerten der Tabelle, weil Anfahrt, Rüstzeiten und Materialtransport unabhängig von der Größe anfallen und sich auf wenig Fläche verteilen. Ab etwa 500 m² kehrt sich das Verhältnis um und der Preis pro m² sinkt spürbar.

Bei Abrechnung nach Zeit liegen die Stundenverrechnungssätze 2026 marktüblich zwischen 25 und 45 Euro netto. Zum Vergleich: Unsere Büroreinigung in Frankfurt beginnt bei 1,10 € pro m² und Monat bei wöchentlicher Reinigung – der konkrete Preis ergibt sich nach der kostenlosen Objektbesichtigung.

Beispielrechnung: 200 m² Büro, einmal wöchentlich

So prüfen Sie, ob ein Preis pro m² rechnerisch aufgeht:

200 m² × 1,10 €/m²/Monat = 220 € pro Monat
220 € ÷ 4,33 Einsätze pro Monat = 51 € pro Einsatz
51 € ÷ 30 € Stundensatz = 1,7 Arbeitsstunden
200 m² ÷ 1,7 Stunden = 118 m² pro Stunde

Die letzte Zahl ist die entscheidende. Rund 118 Quadratmeter pro Stunde sind für ein offen geschnittenes Büro mit Hartboden realistisch. Für ein stark unterteiltes Objekt mit vielen Einzelbüros, Teppich und mehreren Sanitäranlagen wäre derselbe Wert nicht zu halten – dort müsste der Quadratmeterpreis höher liegen.

Wichtig: Genau deshalb ist die Objektbesichtigung keine Formalität. Ohne sie lässt sich nicht beurteilen, ob ein Preis zum Objekt passt oder ob später nachgebessert wird – an der Rechnung oder an der Qualität.

Der eigentliche Hebel ist der Leistungswert

Nicht der Stundensatz entscheidet über den Preis, sondern die Flächenleistung: wie viele Quadratmeter eine Fachkraft in einer Stunde schafft. Und die unterscheidet sich je nach Fläche dramatisch:

  • Verkehrsflächen und Flure. Maschinell in einem Zug zu bearbeiten – höchste Flächenleistung.
  • Offene Büroflächen mit Hartboden. Hohe Flächenleistung, wenig Handarbeit.
  • Einzelbüros mit Teppich und dichter Möblierung. Deutlich langsamer.
  • Sanitäranlagen. Jede Armatur, jedes Becken einzeln; die Flächenleistung liegt um mehr als den Faktor zehn unter der eines Flurs.

Das erklärt, warum ein WC pro Quadratmeter ein Vielfaches eines Ganges kostet. Und warum zwei Büros mit identischer Gesamtfläche sehr unterschiedliche Angebote erhalten können, wenn eines davon drei Sanitärbereiche und eine Teeküche hat.

Was den Preis nach oben treibt

  • Hoher Anteil an Sanitärflächen und Teeküchen
  • Textile Bodenbeläge statt Hartboden
  • Viele Einzelbüros, Trennwände und dichte Möblierung
  • Glastrennwände und häufige Glasreinigung
  • Niedrige Reinigungsfrequenz bei gleichbleibendem Anspruch
  • Publikumsverkehr, Kantinen- oder Gastronomiebereiche
  • Sonderleistungen wie Teppichreinigung, Grundreinigung oder Einsätze nach Veranstaltungen

Die Untergrenze: ab wann ein Angebot nicht mehr aufgeht

Die Gebäudereinigung unterliegt einem allgemeinverbindlichen Branchenmindestlohn. Seit dem 1. Januar 2026 gelten 15,00 Euro pro Stunde in der Innen- und Unterhaltsreinigung (Lohngruppe 1) und 18,40 Euro in der Glas- und Fassadenreinigung (Lohngruppe 6). Diese Sätze gelten für jeden Betrieb der Branche, ohne Ausnahme.

Auf den Bruttolohn kommen Sozialabgaben, Urlaubs- und Krankheitsvertretung, Anfahrt, Maschinen, Reinigungsmittel, Versicherung, Verwaltung und Qualitätskontrolle. In der Summe rechnen Branchenkenner vor, dass sich Stundensätze unterhalb von rund 28 Euro 2026 kaum seriös darstellen lassen. Wer deutlich darunter anbietet, spart an einer dieser Positionen – am Lohn, an den Sozialabgaben oder an der Leistung.

So vergleichen Sie Angebote richtig

  • Alle Angebote auf denselben Monatsbetrag umrechnen
  • Prüfen, ob dem Angebot eine Objektbesichtigung vorausgegangen ist
  • Leistungsverzeichnis Position für Position nebeneinanderlegen
  • Klären, wer Verbrauchsmaterial für die Sanitärbereiche stellt
  • Den impliziten Stundensatz und die Flächenleistung nachrechnen
  • Nach Kündigungsfristen und der Berechnung von Sondereinsätzen fragen

Wenn nach dieser Rechnung ein Angebot deutlich aus der Reihe fällt, liegt das fast nie am besseren Einkauf, sondern an einer anderen Leistungsdefinition.

Häufige Fragen zu den Kosten der Büroreinigung

Wie setzt sich der Preis für die Büroreinigung zusammen?

Der Preis ergibt sich vor allem aus drei Faktoren: der zu reinigenden Fläche, dem Reinigungsintervall und dem vereinbarten Leistungsumfang. Hinzu kommen Bodenbeläge, Anzahl der Sanitäranlagen und Teeküchen sowie gewünschte Reinigungszeiten. Daraus ergibt sich der benötigte Zeitaufwand, der mit dem Stundensatz multipliziert wird. Als Orientierung: Bei wöchentlicher Reinigung beginnen die Preise bei 1,10 € pro m² und Monat. Ein konkretes Angebot für Ihre Räume erhalten Sie über unsere Büroreinigung in Frankfurt nach einer kostenlosen Objektbesichtigung.

Pro Quadratmeter oder pro Stunde – was ist günstiger?

Bei regelmäßiger Unterhaltsreinigung ist der Quadratmeterpreis meist die bessere Wahl: Die Kosten sind planbar und das Kalkulationsrisiko liegt beim Dienstleister. Nach Stunden abzurechnen lohnt sich vor allem bei Sonderreinigungen und unregelmäßigem Bedarf.

Warum schwanken Angebote für dasselbe Büro so stark?

In den meisten Fällen liegt es nicht am Preis, sondern am Leistungsumfang. Unterschiedliche Intervalle, ein anderer Zuschnitt der Flächen, Verbrauchsmaterial einmal enthalten und einmal nicht, Glasreinigung separat berechnet – schon ergeben sich Abweichungen von mehreren hundert Euro im Monat bei identischer Fläche.

Ist eine eigene Reinigungskraft günstiger?

Meist nicht. Zum Bruttolohn kommen Sozialabgaben, Urlaubsanspruch, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Reinigungsmittel, Geräte sowie der interne Aufwand für Einarbeitung, Vertretung und Kontrolle. Hinzu kommt das Ausfallrisiko: Fällt die eigene Kraft aus, gibt es keinen Ersatz.

Gibt es Rabatte bei größeren Flächen?

Ja. Bei größeren Flächen sinkt der Quadratmeterpreis in der Regel, weil sich Rüst- und Wegezeiten auf mehr Fläche verteilen und stärker maschinell gearbeitet werden kann. Denselben Effekt hat eine höhere Reinigungsfrequenz.

Fazit

Ein Quadratmeterpreis sagt für sich genommen nichts aus. Erst drei Angaben machen ihn vergleichbar: ob er sich auf den Einsatz oder den Monat bezieht, welches Leistungsverzeichnis dahintersteht und welche Flächenleistung er unterstellt. Die Beispielrechnung oben führt vom Monatsbetrag zurück auf die Quadratmeter pro Stunde – und damit auf die Frage, ob ein Preis zum Objekt passt.

Nach unten ist die Spanne klar begrenzt: Der allgemeinverbindliche Branchenmindestlohn von 15,00 Euro plus Sozialabgaben, Vertretung, Material und Kontrolle setzt ein Fundament, das sich nicht wegrechnen lässt. Ein auffällig günstiges Angebot ist deshalb selten ein besserer Einkauf, sondern meist eine andere Leistungsdefinition.

Wenn Sie wissen möchten, in welchem Rahmen Ihre Büroflächen liegen: Wir besichtigen das Objekt kostenlos und erstellen ein schriftliches Angebot mit ausgewiesenen Positionen – Fläche, Frequenz, Leistungsumfang. Welche Leistungen dazugehören, sehen Sie unter Büroreinigung.

Quellen & weiterführende Links

  1. Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks – Tariflöhne im Gebäudereiniger-Handwerk steigen zum Jahreswechsel 2026 ↗

Über den Autor

Marzena Jaśkiewicz – Inhaberin von M&B Prestige Reinigung

Marzena Jaśkiewicz

Marzena Jaśkiewicz führt M&B Prestige Reinigung in Frankfurt am Main und ist erste Ansprechpartnerin für Angebote und individuelle Reinigungspläne.